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Nach Protesten: Tennisbezirk führt Sechser-Runde ein - 18. September 2008
Henstedt-Ulzburg - Der Tagungsraum im Hotel Scheelke in Henstedt-Ulzburg war brechend voll. Fast 100 Vereinsvertreter waren gekommen, um mit dem Vorstand des Tennisbezirks West über den zukünftigen Punktspielbetrieb zu diskutieren. Der Anlass: Im Frühjahr hatte die Mitgliederversammlung des Tennisverbandes Schleswig-Holstein mit großer Mehrheit beschlossen, künftig unterhalb der Landesliga nur noch Vierermannschaften anzubieten.
Das erregte den Unmut vieler Klubs im Bezirk West, dem größten und mitgliederstärksten der vier Bezirke im Land. Die Vereine machten eine Eingabe an den Vorstand, eine Änderung herbeizuführen und die altbewährten Sechsermannschaften behalten. Ein Hauptgrund: Teams, die seit Jahren miteinander spielen, sollen nicht auseinander gerissen werden.
Der Vorstand um Interims-Präsident Wolfgang Schildknecht nahm sich die Argumente der Vereinsvertreter zu Herzen. "Auch wenn die Eingabe der Klubs formal nicht zulässig war, haben wir den Dialog gesucht", so Schildknecht, der mit Sportwart Karsten Muhs einen eigenen Lösungsvorschlag präsentierte.
Ab 2009 gibt es neben der offiziellen Punktrunde für Viererteams einen gleichrangigen Pokalwettbewerb für Sechser-Mannschaften - wenn auch nur auf Bezirksebene. "Ein Aufstieg in die Verbandsliga ist nicht möglich, weil wir als Bezirk dem Verband nicht vorschreiben können, wie er seine Punktrunden austrägt", formulierte Karsten Muhs den Kompromiss, der ungeteilte Zustimmung fand.
Der Vorstand des Bezirks West sammelte Pluspunkte bei den Klubs, weil man gemeinsam mit der Basis nach Lösungen suchte.
mt
erschienen am 18. September 2008 in der Norderstedter Zeitung.
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http://www.abendblatt.de/daten/2008/09/18/939189.html
18. September 2008 - mt
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