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1. Herren 55 - Verbandsliga - Sommer 2006 - 08. Mai 2006
Henry Backes, Heiner Groote, Horst Retkowski, Dieter Zabel, Uwe Mahnke, Norbert Johst
Nachdem wir im Vorjahr
den Aufstieg in die Verbandsliga schafften, ist unser neues Ziel
natürlich, diese Klasse auch zu halten. Beim Auftaktspiel stießen wir am
7.Mai bei hervorragendem Wetter auf die Mannschaft von Hamberge, die aus
der Landesliga abgestiegen war. Weht in der Verbandsliga ein anderer Wind?
Henry's Gegner übertraf ihn in den Körpermaßen und im Gewicht, war aber
sehr flink auf den Beinen. Nach einem umkämpften 1.Satz, den Henry mit 7:5
für sich entscheiden konnte, war der 2.Satz nur noch Formsache (6:1).
Heiner musste den 1.Satz mit 5:7 abgeben, führte dann aber im 2.Satz mit
3:0 und wir wurden zuversichtlich. Leider ließ sich Heiner in den Tiebreak
drängen, den er aber für sich entscheiden konnte. Als er im 3.Satz mit 1:0
führte, frohlockten wir schon, aber dann zerrte sich Heiner bei einem
Spagat den Oberschenkel und musste aufgeben.
Während Horst den 1.Satz relativ locker mit 6:2 gewann, wurde sein
Gegner im 2.Satz sicherer und kämpfte sich mit 6:3
in den 3.Satz. Leider verlor Horst in diesem engen 3.Satz sein
Selbstvertrauen, konnte Matchbälle nicht für sich nutzen und verlor
schließlich im Tiebreak.
Währenddessen kämpfte Uwe mit seinem Gegner, der wesentlich jünger war als
er aussah und einfach jeden Ball zurückbrachte - und das auch noch sehr
gut. Uwe haderte mit sich und dem Platzbelag und konnte seine Bälle
einfach nicht wie üblich sehr zielgenau setzen. So musste er beide Sätze
abgeben.
Dieter's Gegner spielte Vor- und Rückhand beidhändig und jeder Schlag war
ein gestochen scharfer Slice kurz vor die Grundlinie. Dieter brauchte
einige Zeit für die Überlegung, ob sein Gegner nun Links- oder
Rechtshänder sei. Da er aber mit Rechts aufschlug, entschied er sich für
Rechtshänder. Aufgrund der läuferischen Fähigkeiten von Dieter und der
Ruhe und Geduld, jeden Ball in das gegnerische Feld zurückzubringen, hatte
sein Gegner keine Chance und Dieter konnte beide Sätze deutlich für sich
entscheiden.
Norbert hatte einen Gegner, der ihm lag und den er recht schnell mit 6:1
und 6:1 abledern konnte.
So, nun stand es nach den Einzeln 3:3 und es mussten mindestens 2 Doppel gewonnen werden. Was sollten wir tun, wo doch Heiner durch Verletzung ausfiel? Nach langen Diskussionen setzte sich Henry mit seinem hervorragend durchdachten Plan durch: Alle Doppel auseinander reissen, 1.Doppel stark machen mit Uwe und Henry, 2.Doppel abschenken mit dem verletzten Heiner und Norbert (Norbert musste leider geopfert werden), 3.Doppel dann Dieter und Horst. Ging der Plan auf, wie würden die Gegner aufstellen?
Getroffen! Die Gegner machten ihr 2.Doppel stark! Heiner lief zwar auf, spielte aber nur Standtennis. Der Verlust dieses Doppels war ja eingeplant. Aber wie lief es bei den anderen? Horst konnte sein Selbstvertrauen immer noch nicht zurückholen und so lag das 3.Doppel im Nu mit 1:4 zurück. Erschreckend verlor auch unser 1.Doppel den 1.Satz mit 2:6. War nun doch alles verloren?
NEIN! Dieter päppelte Horst wieder auf und aus einem 1:4 Rückstand wurde mit 6:4 ein Satzgewinn gezaubert. Beim 2.Satz bauten die Gegner zunehmend ab und der Satz konnte mit 6:1 für uns entschieden werden.
So, wie sah es nun beim 1.Doppel aus? Ja, 2.Satz gewonnen und 3.Satz begonnen. Es könnte ja noch etwas werden! Mittlerweile hingen alle Zuschauer an diesem Platz, denn dieses Spiel entwickelte sich zu einem hart umkämpften Endspiel. Es wogte hin und her und als wir 5:4 führten, schien alles klar. Aber nein, nach 5:5 und glücklichem 6:5 hingen alle Augen bei Uwe, der nun aufschlug. Kaum zu glauben, vier Super Aufschläge, alle Returns ins Netz! Sieg mit 7:5 und Gesamtsieg mit 5:4!
08. Mai 2006 - Heinz-Dieter Zabel
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